

|

Cocoz.se - Kompressionsstrumpf und StützstrmpfBei medizinischen Kompressionsstrümpfen handelt es sich um medizinische Hilfsmittel, die bei Venen-, Lip- und Lymphödemproblemen der Arzt je nach Notwendigkeit verordnet.
Bei einer Venenerkrankung können sich die Venenklappen, die dafür sorgen, dass es nicht zu einem Rückstrom des zum Herzen fließenden Bluts kommt, nicht mehr richtig schließen. Infolgedessen tritt ein Versacken des Blutes in den Beinen ein, wodurch ein noch schlechterer Klappenverschluss die Folge ist. Um diesem Vorgang entgegenzuwirken, setzt man medizinische Stützstrümpfe ein.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Strümpfen und Sportsocken sind Kompressionsstrümpfe elastischer. Sie üben einen wirksamen Druck auf die Beine, Füße und Zehen aus. Die Kompressionsstrümpfe sind an den Zehen sehr eng und werden in Richtung Knie und Oberschenkel weiter. So nimmt der ausgeübte Druck von oben nach unten analog zum Gewebedruck in Richtung der Schwerkraft zu.
Durch den Druck auf das Gewebe wird das Venen- oder Lymphsystem entlastet und die Venenklappen können sich leichter schließen. Weitere positive Effekte sind die höhere Fließgeschwindigkeit des Bluts sowie die Unterstützung der Muskelpumpe. Auf diese Weise werden die Venen vor einer weiteren Überdehnung geschützt und noch mehr Stauungen verhindert. Da es wieder zu einem besseren Rückfluss des Blutes zum Herzen kommt, sinkt auch das Risiko von Thrombosen und Embolien.
Kompressionsstrümpfe können sowohl zur Behandlung als auch vorbeugend zu Anwendung kommen. Vor allem bei Risikofaktoren wie langen, sitzenden Tätigkeiten, langen Reisen oder erhöter Blutgerinnungsneigung empfiehlt sich das Tragen von Kompressionsstrümpfen.
Ein guter Kompressionsstrumpf muss genauestens vermessen und an die Beine des Patienten angepasst werden, In manchen Fällen ist eine Sonderanfertigung notwendig. Außerdem sollte der Strumpf mindestens ein halbes Jahr halten. Mittlerweile gibt es auch gute Kompressionsstrumpf die gleichzeitig schick aussehen. Oft ähneln sie herkömmlichen Strumpfhosen. Der jeweilige Druck ist dem Krankheitsgrad des Patienten angepasst und in die Kompressionsklassen I- IV eingeteilt. Dabei ist die Kompressionsklasse I die leichteste Klasse. |
|